Wort-Bild-Marke für den Klimaschutz in Frankfurt am Main

Mit Schnee und Eis hat dieser Winter bereits gezeigt, was er kann. Die einen lieben das, die anderen sehnen sich bereits nach den ersten warmen Sonnenstrahlen. Doch egal, wie wir zum Winter stehen: Die beste Zeit, etwas für den Klimaschutz zu unternehmen, ist genau jetzt! Diese fünf Tipps lassen sich ganz einfach umsetzen. Das Klima sagt: „Danke!“ – und der Geldbeutel auch.

Home > 5 Tipps zum Klimaschutz in der kalten Jahreszeit

1. Clever heizen

 

Heizenergie einzusparen bedeutet nicht gleich, frieren zu müssen! Wer die Raumtemperatur um 1 Grad verringert, schmälert die Heizkosten bereits um etwa 6 Prozent.In Wohn- und Arbeitsräumen gilt eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius als ausreichend, im Schlafzimmer sind es 17 bis 18 Grad. Viel kälter sollte es auch gar nicht sein, denn eine sehr niedrige Raumtemperatur (unter 14 Grad Celsius) begünstigt Schimmelbildung.

Ob die viel diskutierte Nachtabsenkung etwas bringt? Laut Fachleuten lohnt es sich tatsächlich, nachts die Vorlauftemperatur der Heizung zu reduzieren. Empfohlen wird meist eine Absenkung um etwa 5 Grad Celsius.Ein Rechenbeispiel: Stellt sich die Raumtemperatur nachts im Mittel auf 17 statt 20 Grad Celsius ein, ergibt sich eine Energieeinsparung von etwa 7 Prozent.

Quellen: Hessische Energiespar-Aktion: „Energieeinsparmöglichkeiten für Mieterinnen und Mieter“; Umweltbundesamt: „Richtig heizen“; VerbraucherFenster Hessen: „Heizung abdrehen oder durchheizen – die ewige Streitfrage“

 

2. Die Schotten dichtmachen

 

Abends und nachts schützen Klapp- und Rollläden, Jalousien oder Vorhänge nicht nur vor neugierigen Blicken – sie tragen auch erheblich dazu bei, Energie zu sparen. Wer die Rollläden schließt, kann die Wärmeverluste durch das Fenster um etwa 20 Prozent verringern. Geschlossene Vorhänge verstärken den Effekt. Dabei darauf achten, dass die Vorhänge nicht die Heizkörper verdecken. Sonst kann sich die erwärmte Luft nicht im Raum verteilen und die Funktion von Thermostatventilen wird beeinträchtigt.

Quellen: Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Energie sparen bei Heizung und Strom“ (Broschüre); Umweltbundesamt: „Richtig heizen“

 

3. Für frischen Wind sorgen
 

Regelmäßiges Stoßlüften sorgt für gute Luftqualität und verringert die Feuchtigkeit in den Wohnräumen. Durch Atmen, Duschen, Kochen oder Waschen geben wir Menschen viel Feuchtigkeit an die Luft ab. Bei einem Vier-Personen-Haushalt sind es täglich rund zwölf Liter!Dank der großen Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen geht das Stoßlüften im Winter besonders schnell. Bei weit geöffneten Fenstern (und abgedrehten Heizkörpern) muss jetzt nur zwei bis drei Minuten lang gelüftet werden, um die gesamte Raumluft auszutauschen – und das in der Regel nur dreimal am Tag.Auf Dauerlüften mit gekippten Fenstern ist zu verzichten. Es trägt kaum zum Luftaustausch bei und verschwendet Energie. Zudem wird das Mauerwerk rund um das Fenster ausgekühlt, was die Bildung von Schimmel begünstigt.

Quellen: Hessische Energiespar-Aktion: „Heizen und Lüften in der Übergangszeit“; Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Energie sparen bei Heizung und Strom“ (Broschüre); Umweltbundesamt: „Richtig heizen“

 

4. Die Ärmel hochkrempeln

 

Ist aktuell keine umfassende Sanierung geplant, können kleine Behelfsmaßnahmen den energetischen Schwächen von älteren Häusern entgegenwirken. Besonders lohnend kann ein kritischer Blick auf Heizkörpernischen sein. Üblicherweise sind hier die Wände besonders dünn, was erhebliche Wärmeverluste mit sich bringt. Dämmplatten sind für kleines Geld zu haben und einfach anzubringen. Eine Reflexionsschicht sorgt dafür, dass die Wärmestrahlung in den Raum gelenkt wird.Eine weitere Maßnahme mit geringem Aufwand, aber spürbarer Wirkung: das Abdichten von Fenstern und Türen. Dichtungsbänder und Bürstendichtungen sind schnell montiert und helfen gegen Zugluft und Energieverluste.

Quellen: Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Energie sparen bei Heizung und Strom“ (Broschüre); VerbraucherFenster Hessen: „Wie kann ich als Mieter meine Energiekosten senken?“

 

5. Auf die Öffentlichen umsteigen – jetzt erst recht!

 

In der kalten Jahreszeit steigt der Kraftstoffverbrauch in der Regel an. Der Motor braucht länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Bis dahin läuft er weniger effizient. Zudem werden einige Stromverbraucher wie Beleuchtung und Scheibenwischanlage jetzt besonders häufig gebraucht – ganz zu schweigen von Heizungen für Sitze, Scheiben oder Lenkrad. Auch die Winterreifen tragen zu einem höheren Verbrauch bei. Gerade jetzt lohnt es sich also, das Auto stehenzulassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. In Frankfurt ist die nächste Haltestelle nie weit.

Quelle: WELT, 13.11.2014, „Leser fragen – Experten antworten“

| 1 Kommentar | von Team Frankfurt
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1 Kommentar
11. Feb 2018 | 10:53 Uhr
Basché, Heide sagt:

Sehr gut und verständlich dargelegt.