Bockenheimer Vintagejägerinnen

Lasst uns was tun! Jetzt!

Ein paar Zahlen vorweg: 62 Prozent der Deutschen glaubt, dass kleine Schritte im Alltag auch global etwas bewirken. 71 Prozent sind bereit, sich einzuschränken, um unsere Umwelt zu retten. Allerdings wollen 59 Prozent der Befragten für ein klimafreundliches Leben nicht mehr Geld ausgeben. Müssen sie auch nicht, das will dieser Artikel mit kleinen Beispielen aus Frankfurt am Main beweisen. (Alle Zahlen von YouGov, 2020)

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Grün leben muss tatsächlich nicht anstrengend sein. Eine Vielzahl von Greenfluencerinnen mit ihren Lifehacks und Praxislösungen belegen, dass sie ihr Leben längst umgekrempelt haben und dass der neue Lifestyle Spass machen kann, schick ist und perfekt in unsere Zeit passt. Wer einmal angefangen hat, nachhaltig zu leben, für den gibt es kein Zurück mehr. Auf geht´s, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ist angesagt!

Unser Konsum- und Freizeitverhalten macht alleine über 40 Prozent des eigenen CO2-Fußabdrucks aus. In einer Edelmann-Studie, die 2018 in den USA durchgeführt wurde, gaben 54 Prozent der Befragten an, dass sie der Überzeugung sind, mit ihrer Kaufentscheidung mehr zur Verbesserung der Welt beizutragen als mit ihrer Wählerstimme. Also: Setzen wir unsere Macht als Konsumenten doch gezielt ein, um die Welt wirklich zu verändern. Um achtsamer mit dem eigenen Energieverbrauch, den Ressourcen und der Zukunft unseres Planeten umzugehen.

Als Konsumenten haben wir mehr Macht, die Welt zu verändern, als wir glauben.

 

1. Bereich Fashion und Mode

Greenwashing hat jetzt Saison.

Die Modewelt weiß um ihre Verantwortung für das Klima und den Energieverbrauch. Insofern haben sich einzelne Hersteller eigene Öko-Siegel zurechtgeschneidert, deren Inhalte nach selbst definierten Kriterien und Zielen ausgerichtet sind. Das Ergebnis ist eine für die Kundinnen und Kunden unübersichtliche Flut guter Absichten nach ganz unterschiedlichen Kriterien.


Diese Label geben Sicherheit.

Wenn nachhaltig Mode zu kaufen nur so einfach wäre wie nachhaltig zu essen. In
jedem Supermarkt stehen neben konventionellen und regionalen Produkten immer mehr Biolebensmittel im Regal. Gekennzeichnet sind Milch, Salami oder Mehl zwar mit verschiedenen Siegeln, aber für die Bezeichnung „Bio“ gelten staatliche Standards. Die fehlen im Textilmarkt ebenso wie das Nebeneinander von ökologisch und konventionell erzeugten Kleidungsstücken in den Regalen.

Den besten Überblick verschaffen diese drei Labels, die die sicherste Qualität in den Kriterien Umwelt, Soziales und Nachhaltig bieten:

IVN-Label
Die Kennzeichnung IVN schmückt Kleidung, die nach der reinen Öko-Lehre hergestellt wird. Vergeben wird das Zertifikat durch den „Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft“ (IVN) mit Sitz in Stuttgart. Sein runder Button hängt an Textilien, die ausschließlich aus Naturfasern gemacht wurden, also etwa aus Baumwolle, Leinen oder Wolle. Dabei muss die Produktion besonders strengen Anforderungen genügen.

GOTS-Siegel
Zusammen mit Öko-Verbänden aus England, den USA und Japan hat der IVN 2002 den nicht ganz so strengen Global Organic Textile Standard (GOTS) gegründet. Weltweit sind laut GOTS inzwischen 5024 Betriebe zertifiziert. Der GOTS versucht einen Kompromiss zwischen Anspruch und Pragmatismus. Im Gegensatz zum IVN-Label lässt er zum Beispiel beim Färben manche Schwermetalle wie Kupfer und Eisen zu. Der Anteil an biologisch erzeugten Fasern eines Kleidungsstücks muss nur bei mindestens 70 Prozent liegen, wenn der Hersteller das kenntlich macht.

Eine Fabrik, die sich nach dem GOTS zertifizieren lassen möchte, muss eine funktionierende Kläranlage vorweisen, für die Tierhaltung – etwa von Schafen – gibt es Vorschriften. Auch soziale Kriterien wie das Verbot von Kinderarbeit oder das Recht auf die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft, wurden inzwischen aufgenommen.

Fair Wear Foundation
Die Fair Wear Foundation FWF mit Sitz in den Niederlanden zertifiziert nicht einzelne Produkte, sondern arbeitet mit Unternehmen zusammen. Verbraucher finden also im Discounter keine einzelne Kinderjeans mit dem roten Logo der FWF. Die Stiftung entwickelt mit dem jeweiligen Unternehmen eine Roadmap mit Zielen – etwa mit Prozentzahlen von Zulieferbetrieben, deren Arbeitsbedingungen überwacht werden. Jährliche Berichte sind online abrufbar und zeigen, ob das Unternehmen Fortschritte macht.

Die Stiftung arbeitet mit Gewerkschaften, Betriebsräten oder Menschenrechtsorganisationen vor Ort zusammen. Richtig und vollkommen fair, da sind sich die Experten einig, lässt sich in Bangladesch oder Pakistan bislang nicht herstellen. Wer aber Mitglied in der Fair Wear Foundation ist, hat sich immerhin auf den Weg gemacht. Mehr als 80 Unternehmen mit 120 Marken sind mittlerweile dabei, darunter auch das schwedische Modeunternehmen Acne Studios und der deutsche Outdoor-Spezialist Schöffel.

Grüner Knopf
Aktuell führen mehr als 50 Unternehmen Textilien mit dem Siegel Grüner Knopf. Ein weiteres Dutzend Unternehmen befindet sich momentan im Prüfprozess und 100 Unternehmen – auch im Ausland – lassen sich derzeit zur Zertifizierung beraten. Das Siegel der Bundesregierung zur Überprüfung sozialer und ökologischer Standards setzt sich zunehmend durch.
Link: https://www.klimaschutz-frankfurt.de/blog/klimaschutz-im-kleiderschrank-lieber-lieblingsstuecke-als-wegwerfware

 

Gute Qualität statt Fast Fashion Frust.

Während sich weltweite Mode-Discounter und -ketten in immer schnelleren Abfolgen neuer Kollektionen überschlagen, setzt sich bei immer mehr Modefreunden die Erkenntnis durch, dass weniger mehr ist. Und besser besser bleibt. Ein gutes Stück zu vielleicht höheren Preisen, in guter Qualität aus besten Rohstoffen und Materialien verarbeitet, hat ein eindeutig längeres und besseres Leben. Genau das ist es, was Modeliebhaber lieben und suchen. Nicht nach der Saison in den Müll, sondern länger Freude an seinem Kleidungsstück haben.

Über viele Tische musst du sehn.

FlohmarktChristofer und Kerstin aus Oberrad suchen Kleidung nicht gezielt, sondern lassen sich auf den vielen Trödel- und Flohmärkten der Stadt inspirieren. Christofer: „Man muss schon die Augen offenhalten und über die unzähligen Ramschtische hinwegsehen, dann entdeckt man sie, echte Perlen. Kerstin ist eine gute Kritikerin, die sofort eine Meinung zu allem hat, was mir gefällt. Und wenn es dann passt, bequem ist und noch ein paar Winter warm hält, bin ich absolut happy.“

Link zu Trödel und Flohmärkten in Frankfurt und der Region: https://das-inserat.de/flohmarkttermine

 

Das zweite Leben der Mode.

„Gute und teure Teile haben ein zweites Leben verdient“, findet Silke aus dem Nordend, die ausgemusterte Stücke regelmäßig ins Outflip in der Höhenstraße 30 bringt. „Egal, ob die gepflegte und dezent abgetragene Lederjacke oder der Trenchcoat von Joop, dort hängen meine ehemaligen Lieblingsstücke in guter Gesellschaft und finden eine neue Heimat. Das funktioniert und macht riesig Spaß.“ Eine Übersicht der Second Hand Betreiber und Läden in Frankfurt am Main gibt dieser Link zu dob+, Mathilda (für Kindermode), Neufundland, DRK, Oxfam und all den anderen: https://merkurist.de/frankfurt/einzelhandel-gutes-aus-zweiter-hand-second-hand-laeden-in-frankfurt_qZ4


Voll im Trend: Kleidertausch!

Dominique und Sylvie bringen die Klamotten, die sie nicht mehr wollen, regelmäßig zu Kleidertauschpartys oder stellen sie online bei Kleiderkreisel ein. Dominique ist der festen Überzeugung: „Nur, weil ein Teil nicht mehr in der aktuellen Kollektion einer Marke ist, ist es noch lange nicht out. Kombiniert mit aktuellen Trends kann man einen ganz neuen Look für sich kreieren. Sylvie und ich sind echte Fashionistas, die viel durchsortieren in ihren Kleiderschränken, da gehen regelmäßig gute Stücke raus an unsere Community.“ Der Link zu Kleidertauschbörsen und -partys: https://www.facebook.com/groups/277984552362311/

PS: Auch für ausrangiertes Kinderspielzeug gilt: Besser Tauschen oder Verschenken als Horten oder Entsorgen. Mehr dazu unter: https://tinyurl.com/y5m4lv6f


Upcycling statt Wegwerfen.

Noch eine gute und nachhaltige Idee von Dorle aus Nied: „In den Beschäftigungsbetrieben der Caritas werden aus textilen Altmaterialien neue Produkte wie Taschen, Grillschürzen oder Möbel gefertigt. Neben der Tatsache, dass unnötig Müll vermeiden wird, entstehen dort wahre Unikate, die man sonst nirgends findet.“ Der Link dazu: https://einzigware.de


Make-up 100 % ohne Mikroplastik und Tierversuchen.

Eine clevere Idee, dem Verpackungsmüll der Kosmetikindustrie nachhaltig und klimaschonend aus dem Weg zu gehen, ist, sein veganes Make-up zu 100 Prozent biologisch und frei von Mikroplastik und Tierversuchen selbst zusammenzustellen und zuzubereiten. Eine ganze Reihe von YouTube-Influencerinnen zeigt genau, welche Zutaten man braucht, wie die eigenen Kosmetikprodukte zubereitet und angewendet werden. Einfach ist es allemal. Und zu jedem Do-it-Yourself-Tipp gibt es ein Video** mit Zutaten, Zubereitung und der richtigen Anwendung:

 

Bodylotion mit Sheabutter

Bodylotion mit SheabutterLink: https://www.youtube.com/watch?v=DilpqBxPLls

 

Coffee-Peeling für gepflegte Haut

Coffee-Peeling für gepflegte HautLink: https://www.youtube.com/watch?v=HbvrdRd9qCk

 

Duschgel aus Zitronen

Duschgel aus ZitronenLink: https://www.youtube.com/watch?v=_yYD2M2lOUQ

 

Bio-Haarmasken
Bio-Haarmasken
Link: https://www.youtube.com/watch?v=ltHmhKjdkXU

 

Mascara, Nagellack und Lippenstift
Mascara, Nagellack und Lippenstift
Link: https://www.youtube.com/watch?v=hO8TvnkCsDk

 

Aluminiumfreies Deo
Aluminiumfreies DeoLink: https://www.youtube.com/watch?v=zHysh8pTmTE

 

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Bitte beachtet beim Einkauf, dass für die Kokosnussernte in Thailand meist Affen ausgenutzt und misshandelt werden. Entscheidet Euch deshalb für regionale Alternativen oder Kokos aus einem anderen Land.

 

2. Bereich Ernährung

Vegetarisch, vegan, nachhaltig: Gut essen in kritischen Zeiten.

Wenn man sich umschaut, wird man in seinem Freundeskreis immer mehr Menschen begegnen, die längst auf fleischfreie oder Fleisch reduzierte Ernährung umgestiegen sind und sich pudelwohl fühlen. Auch die Angebote in den Läden und Restaurants bieten immer mehr leckere Möglichkeiten, auf das klassische Stück Fleisch, die Wurst oder auf Geflügel, Eier und Milchprodukte aus Massentierhaltung zu verzichten. Ist die Entscheidung für die Nahrungsumstellung auch im Kopf gefallen, auf dem Gaumen gibt es immer mehr gute Argumente für diesen Schritt zu mehr Achtsam- und Nachhaltigkeit.

Grundsätzlich gilt: Was um die Ecke wächst, schlägt jeden Exoten, der um die halbe Welt transportiert werden muss. Saisonale Produkte schmecken besser als unter Kunstlicht gezüchtete. Bio schlägt Massentierhaltung und Großerzeugung. Selber kochen ist besser als Fertiggerichte aufzuwärmen. Jede Inhaltsliste eines Produktes, die Worte enthält, die man irgendwann das letzte Mal im Chemieunterricht gehört hat, sagt ganz klar: Finger weg!

Felix aus Bornheim schwört darauf: „Alleine die frischen Zutaten auf dem Wochenmarkt einzukaufen, ist schon mal der halbe Spaß. Ich gehe gerne auf den Erzeugermarkt an der Konsti. Und wenn du dann zuhause den Herd anwirfst, entstehen echt leckere Sachen. Wer braucht schon Fleisch, ich nicht. Längst gibt es klasse Alternativen, da vermisse ich null.“


Zero Waste! Und zwar Now.

Die nächste Disziplin der Nachhaltigkeit: Rona aus Seckbach achtet beim Einkauf darauf, keine unnötigen Verpackungen mitzukaufen. „Wer hat jemals gesagt, dass Gurken komplett in Plastik eingeschweißt werden müssen, um angeboten zu werden? So ein Quatsch. Im grammgenau kaufe ich unverpackt. Dosen, Gläser und Beutel bringe ich mit.“

In Frankfurt finden sich eine Reihe von Läden, die dem Prinzip der Verpackungsvermeidung folgen und unverpackt verkaufen:

Gramm.genau
Adalbertstraße 11
60486 Frankfurt am Main
www.grammgenau.de

Die Auffüllerei
Höhenstraße 40
60385 Frankfurt am Main
www.dieauffuellerei.de

ULF Unverpackt-Laden Frankfurt
Zum Pfarrturm 5
60311 Frankfurt am Main
www.unverpackt-laden-frankfurt.de

In der Zero Waste Map Frankfurt findest Du über das gesamte Stadtgebiet verstreut Läden, in denen man verpackungsfrei einkauft: zerowastefrankfurt.de/karte

 

Der Garten hinter der BalkontürDer Garten hinter der Balkontür.

Ambra ist Italienerin, da liegt es auf der Hand, dass sie sich letzten Sommer auf ihrem Balkon einen prächtigen Gewürzgarten angelegt hat. „Basilikum, Salbei und Dill, gleich um die Ecke. Ich habe meine Gewürze selbst gepflanzt, gegossen und geerntet – so schmeckt es einfach am besten. Dazu meine Tomaten und Zucchini, großartig. Das schmeckt. Meine wichtigsten Gewürze ernte ich jetzt auf den Balkon. Das sollten viel mehr Leute so machen“ grinst die Selbstversorgerin. Wie ein Gewürzgarten auf kleinem Raum angelegt wird, zeigt dieses Video:
Link: https://www.plantura.garden/gruenes-leben/pflanzen-fuer-den-balkon-unsere-top-15
Und: https://www.klimaschutz-frankfurt.de/blog/wie-geht-klimaschutz-im-garten-auf-dem-balkon-und-auf-der-fensterbank

 

KlimagourmetKlimagourmet: Mehr Genuss, weniger CO2.

Jedes Jahr im September findet die Frankfurter Aktionswoche Klimagourmet statt und setzt bald im achten Jahr nachhaltige Ernährungsstile, richtungsweisende Konzepte und Initiatoren der Stadt in den Fokus aller Klimaschützer. Mittels einer Vielzahl von Veranstaltungen verteilt über das gesamte Stadtgebiet und das nähere Umland will Klimagourmet nicht nur Wissen vermitteln und Verhalten ändern, sondern auch beweisen, wieviel Freude nachhaltiger Genuss und Klimaschutz bereitet.

Der Link dazu: https://www.klimagourmet.de

 

3. Bereich Mobilität, Freizeitverhalten und Reisen

 

Wer braucht schon ein Auto in der Stadt?

Nirgendwo sind Autos überflüssiger als im gut mit U-Bahn und S-Bahn ausgebauten Frankfurt. Natürlich müssen wir uns weiter verbessern, da gibt es noch einiges zu tun. Aber der ÖPNV, die Car- und Bike-Sharing-Angebote der Stadt, die Fahrradwege und Fußgängerbereiche bieten jetzt schon alles, um mit Fantasie und Eigenantrieb neue Wege einzuschlagen. Philip aus Nied fasst es so zusammen: „Wahnsinn, ich brauche kein Auto. Ich komme überall hin, wo ich hinwill. Mit den ganzen neuen Fahrradspuren in der Stadt, mit jeder Verkehrsberuhigung und Fußgängerzone zeigt sich, wie schön die Stadt für Fahrradfahrer, E-Roller und Fußgänger inzwischen geworden ist. Da kannst Du das Auto stehen lassen.“

> Link: https://www.klimaschutz-frankfurt.de/themenschwerpunkt-autovermeider
> Link: https://www.klimaschutz-frankfurt.de/blog/zuhauseurlauber

 

4. Bereich Wohnen, Energieverbrauch und Möbel

Sharing: Möbel bauen oder restaurierenSharing: Möbel bauen oder restaurieren.

Das Bücherregal selbst zu bauen oder die alte Bauernkommode zu restaurieren, liegt voll im Trend. Aber selten ist im Keller ausreichend Platz für eine professionelle Werkbank, geschweige denn man besitzt die notwendigen Werkzeuge wie z. B. Fuchsschwanz, Hobel, Schleifpapier, Lötkolben oder Schraubzwingen. Das bedeutet entweder, sich die einzelnen Werkzeuge, den Holzleim oder die Beize für viel Geld zusammenzukaufen und man sucht sich eine komplett ausgestattete Werkstatt, die man sich mit anderen Gleichgesinnten teilt. So etwas gibt es jetzt in Sachsenhausen: Angelika Borchert und ihr Team haben im Länderweg 21 die Maker-Werkstadt eröffnet. Link: https://maker-werkstadt.de)

Auf dem großzügigen Gelände der Krebsmühle in Oberursel bieten unterschiedliche Kleinunternehmen gebrauchte Möbel und liebevoll aufbereitete Einrichtungsstücke an.
Link: https://www.krebsmuehle.de

 

Willkommen in den Repair Cafes!

Treffen unter Gleichgesinnten. In den zahlreichen Repair Cafes der Stadt werden gemeinsam Dinge repariert, die kaputtgegangen sind und die zum Wegwerfen eigentlich viel zu schade sind. Also der kaputte Toaster, das 3-Gang-Damenfahrrad mit dem Achter im Vorderrad oder der Lieblingspullover mit den Mottenlöchern vom letzten Winter. Die werden nicht weggeworfen, die leben weiter! Auf diese Weise verlängern Repair Cafes (z. B. in Hausen, Heddernheim oder im Ostend) die Lebensdauer von Produkten und vermeiden überflüssigen Müll. Alles Weitere unter http://www.repaircafefrankfurt.de


Offene BüchereiOffene Bücherschränke fürs Quartier.

Ein weiteres schönes Beispiel der Sharing-Bewegung in Frankfurt sind die offenen Bücherschränke im Stadtgebiet. Die Bockenheimer Angie und Torsten werfen ihre ausgemusterten Bücher nicht weg, sondern stellen sie im Offenen Bücherschrank auf der Leipziger Straße der Allgemeinheit und ihrem Viertel zur Verfügung. Solche Offenen Bücherschränke stehen in vielen Frankfurter Stadtteilen. Sie sind fest installiert, wetterfest und ermöglichen das kostenlose Tauschen und Leihen von Büchern. Die Bücherschränke sind rund um die Uhr geöffnet, jeder kann lesenswerte Bücher hineinstellen oder daraus mitnehmen. Der genaue Standort des nächsten Offenen Bücherschranks unter (Link: https://frankfurt.de/themen/kultur/literatur/bibliotheken/buecherschraenke)

 

5. Bereich Streaming, Gaming und Online


ServerzentrumDas Internet ist nicht die Mutter aller Lösungen!

Schlechte Nachricht für alle, die meinen, indem ihr Leben zunehmend im Internet spielt, würden sich die Belastungen unseres Planeten verringern. Im Gegenteil, gerade der Betrieb großer Server und die zunehmend steigenden Datenmengen durch das Streamen von Videos und das Gaming in der Cloud verursachen mehr CO2 als man denkt.

Rechenzentren müssen mit Strom versorgt und gekühlt werden, immer mehr Menschen nutzen Cloud-Dienste. Im Jahr 2020 ist der Bedarf noch weiter gestiegen: Die Nutzung von Streaming-Diensten und Cloud-Gaming hat sich etwa von Februar bis März 2020 um 30 Prozent erhöht. Im März 2020 wurde am weltweit größten Internetknoten in Frankfurt/Main (DE-CIX) ein Spitzenwert von 9,16 TBit (Terabit) Datendurchsatz pro Sekunde gemessen. Das entspricht der gleichzeitigen Übertragung von mehr als zwei Millionen HD-Videos und ist der höchste Wert, der dort je gemessen wurde.

 

Suchmaschine Ecosia statt Google.

Vor rund zehn Jahren gründete Christian Kroll, 35, Programmierer und Aktivist, mit Ecosia die erste grüne Suchmaschine. Sie sieht ähnlich aus wie Google. Ecosia finanziert sich wie alle anderen Suchmaschinen über gesponserte Links, wobei die Einnahmen aber zu 80 Prozent in Aufforstungsprogramme fließen. In Wälder in Brasilien und Indonesien zum Beispiel, wo die Bäume groß sind und viel dazu beitragen, dass das CO2 aus der Luft gefiltert wird. Oder in Regionen wie Marokko, wo die Bäume aufgrund des Klimas zwar kleine, knorrige Blätter haben und weniger Photosynthese betreiben aber doch helfen, durch nachhaltige Landwirtschaft Schäden auszugleichen, die die Natur bereits erlitten hat. Eigenen Profit zieht Kroll nicht aus Ecosia, das Unternehmen hat er inzwischen an eine Stiftung übergeben. „Hätten wir 20 Jahre lang den Gewinn und die Marktposition wie Google, wäre das Problem Klimawandel gelöst.“
Link zu Ecosia: https://www.ecosia.org

6. Das Klimasparbuch – Klimatipps und Gutscheine für ein ganzes Jahr

Auf 112 Seiten bietet der Ratgeber im Hosentaschenformat umfassende Informationen und hilfreiche Tipps für das klimafreundliche und nachhaltige Leben in Frankfurt am Main. Das Klimasparbuch enthält Gutscheine für den nachhaltigen Alltag, stellt konkrete Anlaufstellen vor und listet Initiativen auf, portraitiert die Akteure des Frankfurter Klimaschutzes in kleinen Interviews und nennt konkrete Beispiele und Kontakte in den fünf klimarelevanten Bereichen:

Gesünder essen und genießen: Der Themenschwerpunkt widmet sich insbesondere dem klimaschonenden Einkauf und den Alternativen zu Supermarkt und Massenproduktion.

Bewusster leben und konsumieren: Der Fokus des Kapitels liegt auf fairen und ökologischen Alternativen für Konsumentscheidungen und hilft dabei, Dinge zu tauschen, zu verschenken oder zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen.

Nachhaltig unterwegs sein: Fahrrad fahren, Auto teilen, Fahrgemeinschaften bilden und öffentliche Verkehrsmittel nutzen – der Schwerpunkt nennt Anlaufstellen und Kontakte für klimafreundliche Mobilität

Grüner und schöner wohnen: Oft sind es die kleinen Maßnahmen, die den Geldbeutel und das Klima schonen. Das Kapitel verrät kleine, effektive Tricks zum Wasserverbrauch, zum Heizen oder einen für eine bienenfreundliche Balkon- oder Gartenbepflanzung.

Ökologisch bauen und renovieren: Energie und Geld sparen, der Schwerpunkt liefert eine Übersicht zu Förderprogrammen und nennt Ansprechpartner für klimaschonendes Sanieren und Bauen.
 
Herausgeber des Klimasparbuchs ist das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem oekom e.V.. Es ist für 4,95 € im Buchhandel oder im Onlineshop des oekom Verlags unter www.oekom.de oder an der Kasse des Frankfurter Zoos erhältlich. Neubürger erhalten von der Stadt Frankfurt einen Gutschein für das aktuelle Klimasparbuch, der bei der Bürgerberatung eingelöst werden kann.

Klimasparbuch

 

Werde auch Du Teil des Teams Frankfurt und senke Deinen persönlichen CO2-Fußabdruck, indem Du Deinen Konsum und das Freizeitverhalten umstellst:

Es zählt! Wo Du kaufst, was Du kaufst, wie Du Dich ernährst, wie Du Dich in der Stadt bewegst, wo und wie Du lebst und wohnst, wie Du heizt und wie Du das Internet nutzt – alles bringt uns und Frankfurt am Main weiter, hin zu unserem Klimaschutzziel 2050. In dieses Ziel stecken wir unsere ganze Energie!


Bildquellen: Flohmarkt: Kevin Mc Cutcheon – Unsplash, Gewürzgarten: Pille Riin Priske – Unsplash, Möbel: Zhang Ffengsheng – Unsplash, Bücherschrank: Stadt Frankfurt, Serverzentrum: Imgix – Unsplash, Klimasparbuch aus Journal Frankfurt: Salome Roessler

 

Gefördert mit Mitteln des Landes Hessen
Gefödert mit Mitteln des Landes Hessen

| von Team Frankfurt