Skyline mit und ohne Licht. Energiereferat Foto Salome Roessler
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Earth Hour 2021: Licht aus als Zeichen für den Klimaschutz

Am 27. März 2021 sind wir alle bereits zum 15. Mal im Rahmen der „Earth Hour“ ab 20:30 Uhr aufgerufen, gemeinsam ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen: Millionen Menschen rund um den Globus schalten für eine Stunde symbolisch das Licht aus. Vom WWF am 31. März 2007 in Sydney ins Leben gerufen, hat sich die „Stunde der Erde“ zu einer jährlichen friedlichen Protest-Aktion entwickelt, die vor allem Symbolcharakter hat: Es geht weniger darum, Energie zu sparen, auch wenn das ein Nebeneffekt ist. Vielmehr dient das Lichtausschalten als weltweites gemeinsames Symbol für die Forderung an Politik und Wirtschaft nach mehr Einsatz im Umwelt- und Klimaschutz. An der jeweils um 20:30 Uhr Ortszeit startenden Aktion beteiligen sich auch Unternehmen sowie tausende Städte, indem sie die Beleuchtung von Bürogebäuden, Wahrzeichen und bekannten Bauwerken abschalten.  

Die Stadt Frankfurt am Main wird ebenfalls wieder teilnehmen und den Römer in Dunkelheit hüllen. Auch die Brücken in Frankfurt erscheinen während dieser Stunde lediglich in Notbeleuchtung. Darüber hinaus appelliert die Stadt an alle Menschen, die in Frankfurt leben, arbeiten oder die Stadt besuchen, bei der „Stunde der Erde“ mitzumachen und das Licht auszuschalten. Auch Unternehmen in Frankfurt sind aufgerufen, sich zu beteiligen und ihre Aktionen in der Earth-Hour-Galerie des Energiereferates der Stadt Frankfurt am Main zu veröffentlichen. Ziel ist es, wie bereits 2020 die Frankfurter Skyline zu verdunkeln.

Alle können mitmachen: Einfach Licht ausschalten

An der weltweiten Earth Hour können alle Bürger*innen ganz einfach teilnehmen, indem sie am 27. März 2021 von 20:30 bis 21:30 das Licht für 60 Minuten ausschalten. Um etwas Licht in die Dunkelheit zu bringen, eignen sich neben Kerzen klimafreundlichere Lichtquellen, wie Lampen, die mit Sonnenlicht betrieben werden (Solarlampen). Auch Leuchten mit Akkus, die mit Ökostrom geladen werden, sind eine gute Alternative. Zudem lassen sich die 60 Minuten auch gut gestalten, beispielweise

  • mit einem romantischen Abendessen - eventuell sogar komplett im Dunkeln („Dinner-in-the-dark“),
  • mit Brett- oder Gesellschaftsspielen,
  • mit sich gegenseitig vorlesen, stricken, häkeln, malen oder
  • den Sternenhimmel beobachten - sofern das Wetter es zulässt.

Wer dazu weitere Inspirationen wünscht, findet diese unter anderem im Blog der WWF Jugend oder auf der internationalen Earth-Hour-Seite.

Licht aus - Klimaschutz an!
Quelle: WWF

Klimaschutz ist trotz Pandemie sehr wichtig

Traditionell begleiten weltweit zahlreiche öffentliche Veranstaltungen vor Ort die Earth Hour. Auch das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main hat gemeinsam mit der WWF Jugend in den vergangenen Jahren zu öffentlichen Aktionen, wie beispielsweise der Party für den Klimaschutz, eingeladen. Dabei bestand der Dancefloor aus technischen Modulen, die Energie produzieren, wenn auf ihnen getanzt wird. So haben die Partygäste durch Tanzen klimafreundlichen Strom erzeugt. Aufgrund der Pandemie wurden bereits 2020 öffentliche Veranstaltungen abgesagt. „Auch 2021 plant der WWF aufgrund der Pandemie keine öffentlichen Veranstaltungen vor Ort, sondern ruft vor allem online zum weltweiten Lichtausschalten auf. Schließlich ist es sehr wichtig, den Klimaschutz auch und gerade in Zeiten von Corona voranzubringen“, sagt Anne Zeiß von WWF Jugend. Alle Aktionen des WWF sind auf dessen Earth-Hour-Website zu finden. Das Energiereferat Frankfurt konzentriert seine Bemühungen ebenfalls darauf, Bürger*innen sowie Unternehmen zur Teilnahme aufzurufen. Welche Unternehmen dem Aufruf folgen, zeigt die Earth-Hour-Galerie des Energiereferats.    

2020 haben private Haushalte, Städte, Unternehmen und Geschäfte aus 190 Ländern an der weltweiten Earth Hour teilgenommen. Statt sich zu treffen, wurden viele Menschen in den sozialen Medien aktiv und teilten Bilder oder Videos von ihrer privaten Earth Hour. In Deutschland beteiligten sich 373 Städte und hunderte Unternehmen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Kirchen und Rathäuser waren für eine Stunde in Dunkelheit gehüllt. In Berlin war es beispielsweise das Brandenburger Tor und in Köln der Dom. Auch Frankfurt am Main war mit mehr als 169 Unternehmen und Institutionen dabei. Sie haben in 189 ihrer Gebäude für eine Stunde das Licht ausgeschaltet, sodass sich neben dem Römer auch die Frankfurter Skyline verdunkelte.

Earth Hour als Anlass für mehr umweltfreundliches Handeln

Eine Stunde Lichtausschalten während der Earth Hour setzt ein wichtiges Zeichen für den Klimaschutz und zeigt unsere weltweite Verbundenheit in diesem Thema. Gleichzeitig ist es generell wichtig, im Alltag Strom zu sparen und somit dazu beizutragen, die Erderwärmung zu bremsen. Die Möglichkeiten sind zahlreich, beispielsweise können energiesparende LED-Lampen genutzt oder elektrische Geräte vom Strom getrennt werden, um die Stromverschwendung durch Standby-Verluste zu reduzieren.

Je mehr Menschen darauf achten, desto größer ist der Effekt. In nur einer Stunde lässt sich einiges an Strom sparen: Wenn in Deutschland alle Haushalte eine Stunde lang eine 60-Watt-Glühbirne ausschalten, würden sie 2,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) an Strom sparen. Werden LED-Lampen genutzt, sind es 500.000 kWh. Geräte, die im Standby-Modus laufen, machen mit 13 Milliarden kWh rund 10 Prozent des jährlichen Strombedarfs aus. Werden diese auch nur eine Stunde lang komplett vom Netz getrennt, werden rund 1,5 Millionen kWh gespart.(Quelle: Earth Hour: Was bringt eine Stunde Verzicht? (verivox.de))

Foto auf der Startseite im Slider: Quelle: Energiereferat / Foto: Holger Menzel
Foto im Header auf dieser Seite: Skyline Frankfurt beleuchtet vor der Earth Hour und verdunkelt zur Earth Hour 2020. Quelle Energiereferat / Foto: Salome Roessler

| von Team Frankfurt