Frankfurt am Main nimmt in Deutschland bereits eine Vorreiterrolle ein, wenn es um Klimaschutz geht. Aber Frankfurt kann noch mehr. Und Frankfurt, das sind wir alle. Du und ich. Und Dein Nachbar von nebenan. Wir sind das Team Frankfurt für den Klimaschutz. Und in einem Team zählt der Beitrag jedes Einzelnen.
Grünes Kraftwerk im Nachhaltigen Gewerbegebiet übertrifft Zielmarke
Juni 2026
Das Grüne Kraftwerk des Nachhaltigen Gewerbegebiets Fechenheim-Nord/Seckbach hat einen Meilenstein erreicht: Die installierte Leistung klimafreundlicher Energieerzeugungs-anlagen hat mit 3.353 Kilowattpeak (kWp) das ambitionierte Ziel von drei Megawattpeak (MWp) bis 2025 nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen. Das Grüne Kraftwerk ist ein virtuelles Projekt, das die von den beteiligten Unternehmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet klimafreundlich erzeugte Elektrizität und Wärme online sichtbar macht. Das Vorhaben wurde 2019 von der Stadt Frankfurt gestartet, um Unternehmen zu motivieren, klimafreundliche Energie selbst zu produzieren. Ziel war es, die erzeugte Leistung klimafreundlicher Energieformen bis 2025 zu verdoppeln und die erzielten Fortschritte unmittelbar sichtbar zu machen.
Auf der Projektwebsite frankfurter-osten.de zeigt eine animierte Karte des Gebiets, welche Leistung die unterschiedlichen Anlagen erbringen, wie viel CO2 eingespart wird und wann die Anlage in Betreib ging. Ein weiterer Baustein für mehr Wirtschaftlichkeit sind Stromspeicher und IT-gestützte Energiemanagementsysteme. Diese helfen, den Eigenverbrauch zu optimieren, Lastspitzen zu glätten und Strompreisschwankungen zu nutzen. Hinzu kommen Möglichkeiten, durch den Einsatz von Wärmepumpen und E-Mobilität die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.
Wenn Unternehmen nicht selbst in eine Solaranlage investieren möchten, können sie über verschiedene Modelle trotzdem von den Vorteilen der Energiewende profitieren. Bei Power Purchase Agreements etwa kaufen Kund:innen langfristig Strom aus erneuerbaren Quellen. Beim gewerblichen Mieterstrommodell entsteht die Elektrizität auf oder in unmittelbarer Nähe der Gewerbeimmobilie. Daneben kommen auch andere Modelle wie Photovoltaik-Contracting, Dachpacht mit Stromlieferung oder die reine Dachverpachtung in Betracht.
Frankfurt ist Teil der Klima-Taler-Community
Dezember 2025
Frankfurt am Main ist jetzt Teil des bundesweiten Klima-Taler-Netzwerks. Die Stadt gehört damit zu den Kommunen, die klimafreundliches Verhalten ihrer Bürger:innen mit der Klima-Taler-App sichtbar machen und mit digitalen Klima-Talern belohnen. Nun sucht die Stadt Unternehmen und Privatleute, die sich als lokale Klima-Partner:innen beteiligen. Die Klima-Taler-App bewertet klimafreundliche Aktivitäten – etwa Radfahren, Stromsparen oder regionale Einkäufe – und errechnet daraus den eingesparten CO₂-Wert. Für diese Einsparungen erhalten Nutzer:innen Klima-Taler, die sich gegen Prämien einlösen lassen.
Die App visualisiert die Einsparungen und macht die Wirkung des eigenen Verhaltens nachvollziehbar. Nutzer:innen müssen sich nicht registrieren; personenbezogene Daten werden gemäß den Datenschutzbestimmungen verarbeitet. Alle Frankfurter:innen können die App ab sofort im Google Play Store oder App Store herunterladen und dem Städte-Team „Stadt Frankfurt am Main“ beitreten und Klima-Taler sammeln.
Die Einlösemöglichkeiten in Frankfurt müssen allerdings noch ausgebaut werden. Erste Angebote wie Rabatte bei Online-Händlern – etwa für vegane Sportschuhe, Bio-Kosmetik oder gesunde Lebensmittel – bestehen bereits. In umliegenden Klima-Taler-Kommunen wie Königstein oder Darmstadt gibt es Vergünstigungen für Schwimmbäder oder Cafés. Damit bald auch in Frankfurt attraktive Prämien verfügbar sind, führt das Frankfurter Klimareferat aktuell Gespräche mit lokalen Anbieter:innen. Somit sind jetzt lokale Unternehmen gefragt: Einzelhandel, Gastronomie, Kultur- und Freizeitbetriebe sowie weitere Institutionen können unentgeltlich unter admin.klima-taler.com eigene Angebote einstellen; etwa Freikarten, Rabatte oder kleine Give-Aways.
Mit der App setzt das Klimareferat einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung um und reiht sich in das Netzwerk von über 50 Kommunen ein, die mit der App Klimaschutz fördern. Weitere Informationen zur Klima-Taler-App und dem bundesweiten Netzwerk sind unter klima-taler.com zu finden. Für Fragen und Anregungen zu lokalen Kooperationen steht das Klimareferat per E-Mail an zur Verfügung.
Staffelübergabe Klimaquartier Sossenheim
Übergabeveranstaltung des Sanierungsmanagements mit Lily Sondermann, Karin Reichwein, Markus Wolgemuth, Alexander Dargel, Janet Huth, Marc Dauner und Julia Übelhör. Foto: Bernd Roselieb
April 2026
Das Klimaquartier Sossenheim stellt sich organisatorisch neu auf: Die Beratungen werden künftig vom Klimareferat gemeinsam mit dem Verein Energiepunkt übernommen. ICM (Innovation City Management GmbH) begleitete das Projekt im Auftrag der Stadt Frankfurt seit 2022. Ziel war, Klimaschutz und energetische Sanierung durch Beratung, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit im Stadtteil zu verankern. Das Team hat zu Beginn eine Analyse und ein Konzept erstellt. Zu den Meilensteinen der vergangenen Jahre zählen Beratungsangebote für private Eigentümer:innen, Kooperationen mit lokalen Akteur:innen sowie Veranstaltungsreihen rund um die energetische Sanierung.
Die umgesetzten Maßnahmen der ratsuchenden Personen führen zu einer jährlichen Einsparung von rund 18 Tonnen CO₂, weitere Umsetzungen sind in Planung. Die zentralen Bausteine des Klimaquartiers – Beratung zur energetischen Sanierung, Informationsveranstaltungen, Vernetzung mit lokalen Initiativen sowie die Zusammenarbeit mit institutionellen Partnern – bleiben bestehen. Termine und Informationen sind unter frankfurt.de einsehbar; direkte Kontaktaufnahmen sind per E-Mail an möglich.
Energiesparen hilft der Umwelt – jeder kann mitmachen
Mit einem Sparduschkopf weniger Wasser verbrauchen, in einer Fahrgemeinschaft zur Arbeit fahren, wenig Fleisch essen oder die Klimaanlage selten nutzen: Es gibt für jeden viele Möglichkeiten, CO2 einzusparen und damit die Folgen des Klimawandels abzumildern. Jedes Kilogramm eingespartes CO2 trägt dazu bei, die Erderwärmung zu reduzieren und die damit verbundenen Risiken, zum Beispiel Extremwetterereignisse, zu verringern.