Großes Interesse an Solarenergie: Solar-Tour des Klimareferates erfolgreich gestartet

Worauf kommt es bei Photovoltaik-Modulen an? Umwelt- und Klimadezernentin Tina Zapf-Rodríguez informiert sich auf dem Infomarkt. © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß
Mit großem Zuspruch ist die Solartour 2026 des Klimareferats gestartet. Zur Auftaktveranstaltung im Saalbau Goldstein am Donnerstag, 16. April, unter dem Motto „Sonne nutzen, Kosten senken – Energie in Eigenregie” kamen rund 100 Bürger:innen aus dem Frankfurter Südwesten. Die Infobörse bot Information und Beratung rund um Photovoltaik.
Lösungen für Privathaushalte / gute Förderlage
„Viele Menschen interessieren sich für Solarenergie, sind aber unsicher, ob ein Einsatz für sie sinnvoll ist und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Genau hier setzt unsere Solartour an: Wir bringen Information und Beratung direkt in die Stadtteile und machen den Einstieg so einfach wie möglich“, sagte Klimadezernentin Tina Zapf-Rodríguez zur Eröffnung der Veranstaltung.
In deren Mittelpunkt standen Lösungen für Privathaushalte. Fachleute erläuterten Planung, Finanzierung, Installation und Betrieb von Photovoltaikanlagen. Das Vortragsprogramm stieß auf großes Interesse. Georg
Bitterberg von der Verbraucherzentrale Hessen sprach über die technischen Seiten der Photovoltaik auf dem eigenen Dach. Hierzu sagte er: „Wichtig ist es, sich vorher genau das Gebäude anzuschauen und passgerechte Lösungen zu finden, um den besten Ertrag zu erzielen. Hier kann der Teufel durchaus im Detail liegen.“
Steven Kopke vom Klimareferat stellte Möglichkeiten zu Förderung und Finanzierung vor. Die momentane Situation beschrieb er so: „Aktuell lässt sich die Förderkulisse in Frankfurt als gut beschreiben und bietet mit dem Klimabonus klare Anreize, ein Solarprojekt auf den Weg zu bringen.“ Wolf-Rüdiger Hansen vom BUND Frankfurt zeigte anhand eines Praxisbeispiels eine langfristige Kosten-Nutzen-Rechnung. Seine Bilanz lautete: „CO2-Ausstoß und finanzielle Aufwendungen reduzieren sich. Dazu fühlt man sich deutlich wohler, wenn der Gashahn abgedreht ist.“ Auch der Infomarkt war stark frequentiert. Das Beratungsteam des Klimareferats und des Energiepunkts, die Verbraucherzentrale Hessen sowie regionale Solar-Fachbetriebe standen für individuelle Gespräche bereit. Initiativen wie Main Solar Balkon informierten über Steckersolargeräte und deren Einsatzmöglichkeiten.
Großes Angebot an Beratungen
Die Solartour ist Teil der Frankfurter Klimastrategie. Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und die Stadtgesellschaft einzubinden. „Die Energiewende betrifft die gesamte Stadtgesellschaft. Photovoltaik ist ein zentraler Baustein. Damit sie gelingt, müssen alle mitmachen“, betonte
Zapf-Rodríguez. „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es ein steigendes Interesse an unabhängiger und zielgruppengerechter Information zu den Themen Solartechnologie und Wärmewende gibt. Daher bauen wir unsere Beratungskapazitäten aus“, sagt Hans-Georg Dannert, der Leiter des Klimareferates. Sämtliche Angebote desKlimareferates sind unentgeltlich.
Neben den Infobörsen gehören Solarspaziergänge in unterschiedlichen Quartieren zum Programm der Solartour. Sie führen zu bestehenden Anlagen im Stadtgebiet und ermöglichen den Austausch mit Betreiberinnen und Betreibern. Energieberaterinnen und -berater begleiten die Rundgänge. In unserem Kalender finden sich weitere Informationen zur Solartour. Weitere Stationen der Solartour sind bereits geplant: Am 18. Juni in Nieder-Eschbach sowie im Herbst in den östlichen Stadtteilen. Das Klimareferat baut parallel seine Beratungsangebote weiter aus.




