Frankfurt ist Teil der Klima-Taler-Community

Die Klima-Taler-App ist einfach und übersichtlich gestaltet. © Blacksquared
Frankfurt am Main ist jetzt Teil des bundesweiten Klima-Taler-Netzwerks. Die Stadt gehört damit zu den Kommunen, die klimafreundliches Verhalten ihrer Bürger:innen im Alltag mit der Klima-Taler-App sichtbar machen und mit digitalen Klima-Talern belohnen. Nun sucht die Stadt Unternehmen und Privatleute, die sich
als lokale Klima-Partner:innen beteiligen. Mit der App setzt das Klimareferat einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung um.
Klima schützen und Taler sammeln
„Wir wollen Klimaschutz im Alltag präsenter machen und zeigen, dass jede alltägliche Entscheidung zählt. Die Klima-Taler motivieren spielerisch, CO₂ zu sparen, und machen sichtbar, wie viel wir als Stadtgemeinschaft bewegen können“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Die App zeigt anschaulich, wie individuelle Entscheidungen zur CO₂-Reduktion beitragen.“
Das Prinzip ist einfach: Die Klima-Taler-App bewertet klimafreundliche Aktivitäten – etwa Radfahren,
Stromsparen oder regionale Einkäufe – und errechnet daraus den eingesparten CO₂-Wert. Für diese Einsparungen erhalten Nutzer:innen Klima-Taler, die sich später gegen Prämien einlösen lassen. Die App visualisiert die Einsparungen und macht die Wirkung des eigenen Verhaltens nachvollziehbar. Nutzer:innen müssen sich nicht registrieren; personenbezogene Daten werden gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen verarbeitet.
Alle Frankfurter:innen können die App ab sofort herunterladen und Klima-Taler sammeln – die Einlösemöglichkeiten in Frankfurt müssen allerdings noch ausgebaut werden. Erste Angebote wie Rabatte bei Online-Händlern – etwa für vegane Sportschuhe, Bio-Kosmetik oder gesunde Lebensmittel – bestehen bereits. In umliegenden Klima-Taler-Kommunen wie Königstein oder Darmstadt gibt es zudem Vergünstigungen für Schwimmbäder oder Cafés. Damit bald auch in Frankfurt attraktive Prämien verfügbar sind, führt das Frankfurter Klimareferat Gespräche mit lokalen Anbieter:innen.
Die Frankfurterin Marie Beil hat die App bereits getestet: „Nach einer kurzen Einrichtung belohnt die
Klima-Taler-App umgehend das eigene klimaschützende Verhalten. Sie motiviert spielerisch, das eigene Mobilitätsverhalten abzuwägen und regelmäßig Stände der Strom- und Gaszähler zu prüfen. Ich freue mich bereits sehr darauf, die gesammelten Klima-Taler bald auch in Frankfurt einzusetzen.“ Die App ist schnell installiert: Einfach im Google Play Store oder App Store herunterladen und dem Städte-Team „Stadt Frankfurt am Main“ beitreten.
Frankfurter Unternehmen gesucht
Damit das lokale Angebot wächst, sind jetzt lokale Unternehmen gefragt: Einzelhandel, Gastronomie, Kultur- und Freizeitbetriebe sowie weitere Institutionen können unentgeltlich und ohne Risiko unter admin.klima-taler.com eigene Angebote einstellen – etwa Freikarten, Rabatte oder kleine Give-Aways.Frankfurt reiht sich mit dem Projektstart in das wachsende Netzwerk von über 50 Kommunen ein, die mit der App Klimaschutz im Alltag fördern. München nutzt die Anwendung bereits seit sechs Monaten erfolgreich. „Die Klima-Taler App motiviert auf spielerische Weise schon über 3.500 Münchner:innen für einen nachhaltigen Lebensstil und zeigt auf, was jede und jeder von uns zum Klimaschutz beitragen kann“, berichtet Christine Kugler, Referentin für Klima- und Umweltschutz bei der Landeshauptstadt München. Einen Eindruck davon vermittelt auch ein Beitrag von münchen.tv.
Auch in der Rhein-Main-Region engagieren sich bereits mehrere Kommunen – darunter Rüsselsheim, Königstein und Eschborn. Frankfurter Nutzer:innen können sich mit ihnen in monatlichen Wettbewerben messen: Städte, Regionen, Schulen, Universitäten, Unternehmen und freie Teams treten in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Diese spielerischen Vergleiche schaffen zusätzliche Motivation und stärken den Teamgeist für ein klimagerechtes Frankfurt.
„Jede:r kann einen Unterschied machen – und mit den Klima-Talern wird das jetzt noch einfacher und
sichtbarer“, sagt Hans-Georg Dannert, Leiter des für die Umsetzung zuständigen Klimareferats. „Besonders gut gefällt mir an den Kima-Talern, dass positives Handeln unmittelbar belohnt wird und insgesamt mit den Teilnehmenden und den unterstützenden Unternehmen eine große Frankfurter Community für den Klimaschutz entsteht.“ Weitere Informationen zur Klima-Taler-App, ihren Funktionen und dem bundesweiten Netzwerk sind unter klima-taler.com zu finden. Für Fragen und Anregungen zu lokalen Kooperationen steht das Klimareferat per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.




