Stadt Frankfurt ruft zum Mitmachen auf: Klima-Vereine im eigenen Stadtteil gründen / Flyer beschreibt städtische Unterstützung

Die Klimakrise ist ein globales Problem, das uns alle betrifft – unabhängig davon, was auf internationalen Konferenzen wie gerade bei der Weltklimakonferenz in Brasilien beschlossen wird. Wirksamer Klimaschutz entsteht vor Ort: Jede Initiative in den Stadtteilen, jede Idee und jedes Engagement trägt dazu bei, Frankfurt grüner und klimafreundlicher zu gestalten. Deshalb möchte die Stadt Frankfurt am Main alle Bürger:innen motivieren, sich in ihren Nachbarschaften zusammenzuschließen und aktiv für ein nachhaltiges, lebenswertes Umfeld einzusetzen.


Lokales Wissen nutzen und gemeinsam handeln

„Unsere Stadtteile sind zentrale Räume des Klimaschutzes. Dort beginnt die Veränderung, und dort entsteht auch die größte Wirkung“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Ich möchte alle Frankfurte:innen ermutigen, aktiv zu werden und gemeinsam ihren Stadtteil klimafreundlich weiterzuentwickeln. Auf unseren Veranstaltungen spreche ich oft mit Bürger:innen, die gute Ideen haben, sich nicht alleine an die Umsetzung wagen oder unsicher sind, wie sie beginnen sollen. Hier setzt die Unterstützung mit der Beratung des Klimareferats an. Gemeinsam können wir unsere Klimaziele erreichen. Für uns und für die nachfolgenden Generationen, damit sie in einer lebenswerten, nachhaltigen Stadt aufwachsen können.“

Die Menschen vor Ort kennen ihren Stadtteil am besten und wissen, wo beispielsweise Hitzeinseln entstehen, zu große Flächen versiegelt sind oder Bäume unter Trockenstress leiden. Viele Bürger:innen bringen zudem Wissen zu Themen wie Photovoltaik, E-Mobilität, Dämmung oder Regenwassermanagement mit. Dieses Wissen kann geteilt werden und in gemeinsame Projekte fließen. „Wir sehen, wie viel Engagement in der Stadt steckt – oft fehlt nur ein kleiner Anstoß, damit daraus eine Initiative wird“, sagt Anne Schuster, Abteilungsleiterin Kooperation im Klimareferat. „Unser Ziel ist es, diesen Weg zu erleichtern und mit Fachwissen, Fördermitteln, Vernetzung und Vermittlung von Kontakten zur Seite zu stehen. So
können gemeinsam mit den Stadtteilen greifbare Lösungen entwickelt werden.“


Neuer Flyer erleichtert den Einstieg

Mit dem neuen Flyer „Gemeinsam für den Stadtteil – Klima-Vereine in Frankfurt starten“ stellt das Klimareferat ein kompaktes Informationsblatt bereit. Darin wird erläutert, warum Klima-Vereine wirkungsvolle Formen der Beteiligung sind, wie Interessierte starten können, welche Möglichkeiten lokale Klima-Vereine haben und wie die Stadt Frankfurt Initiativen unterstützt. Im kommenden Jahr wird das Klimareferat personell verstärkt, um Interessierte an Klima-Initiativen und Klima-Vereinen in den Stadtteilen intensiver zu begleiten und zu unterstützen.

Mit gutem Beispiel gehen Engagierte im Stadtteil Rödelheim voran: Hier hat sich dieses Jahr mit Unterstützung des städtischen Klimareferats eine neue Klima-Initiative gegründet. Die Gruppe hat inzwischen einen monatlichen Klima-Stammtisch etabliert und lädt am Mittwoch, 26. November, erstmals zu einem öffentlichen Info-Abend zur Begrünung von Fassaden und Dächern ein. Thomas Sauerbier, Landschaftsarchitekt und im Klimareferat Experte für Begrünung, vermittelt an dem Abend Grundlagen, gibt praktische Tipps und zeigt anhand von Bildern, welche Vorteile etwa Gründächer und Fassadenbegrünung für das Mikroklima, die Gebäude und die Lebensqualität haben. Treffpunkt ist um 19 Uhr im Vereinsringhaus in Rödelheim, Friedel-Schomann-Weg 7. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Rödelheimer Klimastammtisch freut sich zudem über weitere Mitglieder, die sich austauschen und gemeinsam Projekte entwickeln möchten.

Auch in anderen Stadtteilen können Bürger:innen eigene Klima-Initiativen oder Klima-Vereine gründen, um Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort voranzubringen. Das Klimareferat unterstützt bei den ersten Schritten und berät zu Möglichkeiten, Ressourcen und Vernetzung. In einigen Stadtteilen gibt es
bereits Initiativen, etwa am Riedberg, in Ginnheim oder Eschersheim. Auch die Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft FraBeG ist ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

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